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Bücher waren gestern, heute stehen bewegte und kommentierte Bilder im Vordergrund: Im Juni 1985 erschien der CITIZEN 05TA, besser bekannt unter der Bezeichnung Bookvision. Der 05TA hat in etwa das Format einer VHS-Videokassette, passend dazu lag dem Gerät eine "Plastikleder" Hülle mit Klettverschluss bei, die offenbar für's Bücher- oder Videokassettenregal gedacht war. Die Ausstattung des 05TA ist umfassend, beispielsweise kann alternativ zur integrierten Hintergrundbeleuchtung eine externe Lichtquelle zum Einsatz kommen - dazu wird einfach die Rückwand weggeklappt. Ein A/V-Eingang ist vorhanden (3,5 mm), eine externe Antenne kann mittels eines beigelegten Antennenclips angeschlossen werden. Die Diagonale des passiven Farb-Displays beträgt 2,7 Zoll (68 mm), es besteht aus 35.200 Elementen. Die Leistungsaufnahme liegt bei rund 2 Watt, optional war ein im Gerät aufladbarer NiCd-Akkupack lieferbar. Mit 5 Mignon-Akkus (auch wenn auf dem Typenschild von  AAA / Micro-Zellen die Rede ist) wiegt der CITIZEN rund 480 Gramm. Made in Japan.

Gebrauchswert:Sammlerwert: (mit Hülle)


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Der CITIZEN TC50 aus dem Jahr 1986 ist - abgesehen von der manuellen Senderabstimmung - bereits bemerkenswert gut ausgestattet: Farb-Display mit 68 mm Diagonale (52.320 Pixel), A/V- und Antenneneingang (jeweils 3,5 mm), Helligkeits-, Kontrast- und Farbkorrektur-Regler. Als besonderes Extra gibt's sogar einen Battery Life Indicator in Form einer Leuchtdiode neben der Abstimmskala. Der Neupreis lag damals bei 200$. Kurios wirkt die mechanische Konstruktion: Bei näherem Hinsehen erscheint es, als könne das Display nach hinten weggeklappt werden - ganz so, wie beim bekanntesten CITIZEN LCD-Fernseher, dem 06TA. Und tatsächlich: Nach dem Entfernen von 2 gut versteckten Schräubchen ist das Display auf einmal wunderbar beweglich. Vielleicht hatten die Ingenieure ja ursprünglich andere Pläne... Ansonsten sieht's im Inneren des Gerätes ziemlich voll gestopft aus. Als einer der wenige Hersteller gibt CITIZEN in der Bedienungsanleitung des TC50 (17TA) einen Hinweis zur "Lebensdauer" der Hintergrundbeleuchtung: Bei einer Stunde täglichem Gebrauch soll der Beleuchtungskörper mindestens zwei Jahre halten. Die Leistungsaufnahme dieses TC50-2A (für den amerikanischen TV-Standard NTSC M) liegt bei 2,4 Watt. Er wiegt mit 5 Mignon-Akkus gut 430 Gramm. Made in Japan.

Gebrauchswert:Sammlerwert:


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Zu meinen persönliche Top-10 der Sammlung gehört dieser Sharp JC-AV1 aus dem Jahr 1986. Nicht nur, weil er überaus selten und so schön rot ist. Vermutlich gibt es hunderttausend verschiedene Kassettenspieler im Walkman-Format, aber nur zwei Modelle mit integriertem Fernsehgerät: Den hier vorgestellten Sharp und den ebenso seltenen JVC CX-V9.

Wie nicht anders zu erwarten, ist die Fernsehfunktion des Sharp eher ein Gag, denn von echtem Nutzen. Immerhin hat das passive Schwarzweißdisplay in Klappspiegeltechnik eine Diagonale von 63 mm und ist von einer eleganten, gebürsteten und lackierten Metallplatte umrahmt. Allerdings: Der Kontrast liegt noch unterhalb des Befürchteten und eine Hintergrundbeleuchtung wurde anscheinend nicht einmal als Option angeboten. Folglich benötigt man zum TV-Genuss eine geeignete Lichtquelle, z.B. eine Nachttischlampe oder ganz einfach die Sonne. Neben Fernsehprogrammen empfängt der JC-AV1 auch Rundfunksendungen auf UKW (wahlweise in Stereo) und Mittelwelle. Das Kassettenteil verfügt sowohl über einen rastbaren Vor- und Rücklauf, als auch über eine Autoreverse-Funktion (Richtungswechsel per separater Tipptaste). Die seitlich angebrachte Teleskopantenne ist abnehmbar, hier kann stattdessen mit etwas Geschick eine externe Antenne angeschlossen werden (3,5 mm Klinke). An eine moderne Skulptur erinnert der Sharp, wenn er vollständig aufgeklappt ist.

Wenn mich meine Unterlagen nicht trügen, gab's das Gerät für den japanischen Markt auch (?) in einer Version mit DOLBY-B Rauschunterdrückung als Sharp JC-TV10 - warum die Typenbezeichnung dort von "AV" in "TV" geändert wurde, wird wohl ein Rätsel bleiben. Diese Photos des JC-TV10 stammen von Paul Zurek, einem Taschenrechner- und Walkmansammler aus Connecticut/USA. In Deutschland war meines Wissens leider keines der Modelle erhältlich. Die oben abgebildete Ausführung JC-AV1E(R) wurde für den britischen Markt konzipiert und empfängt daher nur TV-Programme im UHF-Band (TV-Standard "I"). Der originelle TV-Walkman von Sharp wiegt mit 2 Mignon-Akkus 340 Gramm. Made in Japan.

Gebrauchswert:Sammlerwert:


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So sieht ein wahres Multitalent aus: Der SANYEI TRIDENT P-1010 TV dürfte eine der kleinsten Kombinationen aus Radio mit Lautsprecher, Kassettenrekorder und Fernseher sein. Mitte der achtziger Jahre wurde dieses außerordentlich exotische Gerät für kurze Zeit auf dem deutschen Markt angeboten. Ob die SANYEI Corporation den TRIDENT (zu deutsch: "Dreizack") tatsächlich entwickelt und gebaut hat ist leider nicht ganz klar, selbst die Bedienungsanleitung gibt hierzu keinerlei Hinweise - im Gegenteil: Das Modell  ist zwar abgebildet, die Typenbezeichnung aber feinsäuberlich übermalt. Die technischen Daten im Überblick: UKW/MW Radio (Stereo über Kopfhörer), Kassettenrekorder mit automatischer Aufnahmeaussteuerung und eingebautem Mikrofon, Klangwaage, passives s/w LC-Display mit 63 mm Diagonale, manuelle Senderabstimmung. Das Fernsehempfangsteil überrascht mit einer vergleichsweise hohen Empfindlichkeit. Die Abmessungen betragen 227 * 90 * 48 mm, die Leistungsaufnahme liegt laut Typenschild bei maximal 2,1 Watt. Mit 4 Mignon-Akkus wiegt der "Dreizack" knapp 570 Gramm. Made in Japan.

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Update: 26.09.2006

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