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Bereits 1948 ließ Sears Roebuck & Company, einer der größten Einzelhändler der USA, eigene Rundfunk- und Fernsehgeräte entwickeln. Damals noch unter dem längst verblichenen Markennamen Silvertone. Aus dem Jahr 1980 stammt dieser originelle Mini-Fernseher mit Radio, der Sears BINOC (alias SANYO TPM 2570). Der Name entstand durch die unverkennbare Ähnlichkeit mit einem Fernglas (engl.: Binoculars), passend dazu gab's natürlich auch einen Köcher. Mit dem Drehknopf an der Vorderseite des Gerätes wird (über ein Feingetriebe) der gewünschte Fernsehsender eingestellt, das Rad an der Oberseite dient zur Auswahl eines UKW- oder Mittelwellensenders. Zu den Extras zählen eine Akku-Ladeeinrichtung und eine Antennenbuchse (3,5 mm). Die Bilddiagonale beträgt etwa 50 mm (2 Zoll), das Gewicht liegt - inklusive 6 Mignon-Zellen - bei gut 1.100 Gramm. Made in Japan.

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Nix genaues weiß man nicht ... nur soviel: Dieser SR-TV3A der Standard Radio Corporation sieht dem TPS-30 und den "MINNI"-Modellen TPS-5011 und TPS-5050 von Symphonic außerordentlich ähnlich. Leider habe ich bisher zu keinem der genannten Geräte besonders aussagekräftige Informationen gefunden. Der Collector's Guide to Vintage Televisions datiert den Symphonic TPS-5050 auf das Jahr 1968, die technischen Unterlagen zum TPS-30 stammen aus dem Jahr 1967 - auf jeden Fall ist das abgebildete Gerät der Methusalem dieser Sammlung.

Anfang 1969 berichtete die Zeitschrift Funkschau recht ausführlich über den TV3A und erläuterte dabei auch einige charakteristische Schaltungseinzelheiten. Die Standard Radio Corporation änderte übrigens im März 1975 ihren Namen in Marantz Japan - den Namen kennt man in der HiFi-Szene gut.

Die technischen Daten des SR-TV3A im Überblick: 3 Zoll Bildröhre (ca. 73 mm sichtbar), Stellknöpfe an der Vorderseite für Lautstärke, Helligkeit und Kontrast, sowie horizontalen und vertikalen Bildfang, Antenneneingang (3,5 mm), Akku-Ladeeinrichtung (schaltbar), abnehmbares Batteriefach, "gefederter" Tragegriff. Ein "car"-Niedervolteingang ist zwar beschriftet, aber bei diesem Exemplar nicht ausgeführt. Der Stecker der Spannungsversorgung gehört zum ungewöhnlichsten, was mir in diesem Zusammenhang bisher über den Weg gelaufen ist. Das hier vorgestellte Gerät empfängt Signale im UHF und VHF Band, zumindest in Großbritannien es gab es auch eine UHF-only Version. Ohne Batterien wiegt der SR-TV3A genau 1.880 Gramm, mit 9 Baby-Akkus etwa ein Pfund mehr. Made in Japan.

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Etwa so groß wie ein handelsübliches Computer DVD Laufwerk (und damit eigentlich in bisschen arg riesig für einen Taschenfernseher), aber trotzdem eine Bereicherung für diese Sammlung: Der Nordmende TV Portable TR 101 (981.106). Ein Blick ins Innere des Gerätes verrät leider nur wenig über die Herkunft oder das Baujahr, die Vermutungen gehen in Richtung 1980 - plus/minus 2 Jahre. Anders als bei den "Watchmännern" von SONY wird das Fernsehbild nicht auf der Innenseite der Bildröhre sichtbar, sondern an der Außenseite - so wie jedem herkömmlichen Fernsehgerät auch.

Dank Mehrnormentechnik kann der TR 101 nicht nur in Westeuropa (B/G) oder in Großbritannien und Hongkong (I) verwendet werden, sondern sogar in Frankreich (L) - wenn man dem entsprechenden Wahlschalter auf der rechten Geräteseite glauben darf. Eine Ladeeinrichtung für einen 6-Volt Spezialakku haben die Entwickler vorgesehen und mit dem integrierten Radioteil taugt der Nordmende auch zum Empfang von UKW-, Mittelwellen- und Langwellensendern. Der Anschluss einer externen Antenne ist möglich und erfolgt über eine normale IEC-Antennenbuchse. Die Bilddiagonale beträgt 53 mm, mit 6 Mignon-Akkus wiegt der TR 101 rund 1.150 Gramm und verbraucht 3,5 Watt.

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P.S. Der TR 101 hat übrigens einen großen Bruder mit eingebautem Kassettenrekorder, den Nordmende TRK 209 (981.105). Hinsichtlich Design, Bedienung und Ausstattung sind die Geräte zwar vergleichbar, der TRK 209 hat jedoch ein anderes Kaliber: Bildschirmdiagonale 73 mm, Abmessungen 29 * 27 * 9 cm (B/T/H), Leistungsaufnahme 12 Watt. Mit 6 Mono-Akkus (und einer Mignon-Zelle für die Uhr) wiegt der TRK 209 ziemlich genau 4 kg. Vergleichbar mit dem großen Nordmende ist der Unisonic XL-980. Dieser muss jedoch ohne LCD-Uhr auskommen und ist für andere Empfangsbereiche ausgelegt.


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Ein Mini-Fernseher - zumindest Ende der sechziger Jahre, als tragbare Flimmerkisten noch alles andere als allgegenwärtig waren. Das ehemalige Fürther Großversandhaus Quelle bot 1968 diesen Universum FK100R an, ein batteriebetriebenes 5"-Zoll Modell aus japanischer Produktion, das in den USA als CROWN CTV-12 erhältlich war (gleiches Design, anderer TV-Standard). Ohne Radio ist das Modell ebenfalls bekannt, hier in Deutschland hieß diese Ausführung Universum FK100, in Skandinavien CROWN CTV-18 (vielen Dank für das Foto an Mikael Skytte).

Besonders trickreich ist bei beiden Modellen die Stromversorgung gelöst: Ein ordentlich großes Fach im Gerät dient entweder zur Aufnahme einer Batteriebox (für neun Monozellen), eines dryfit-(Blei-)Akkus oder für ein passendes 110/220-Volt Netzteil.

Eine Seite aus dem Quelle Katalog des Jahres 1968 verrät uns unter anderem die Preise der damals kleinsten Volltransistor-Radio/Fernsehkombiantion: Der FK100R kostete 348,- DM, die Netz- und Batterie-Ladekombination schlug mit 79,50 DM zu Buche und für die Tragetasche ("aus festem, unempfindlichem TEXON-Material, mit Filz ausgeschlagen") waren weitere 19,50 DM fällig. Etwas später gab's die Katalogseite auch in Farbe, das TV-Bild war aber weiterhin nur schwarzweiß und der Preis konstant

Die Bedienungsanleitung (PDF, 1 MB) hält ein paar nette Geschichten aus der guten alten Zeit bereit: So wird unter anderem erklärt, wie man anhand der Bildgröße die ungefähre Batteriespannung abschätzen kann - um rechtzeitig Ersatz bereitlegen zu können. Neben der Stromversorgung aus dem "Lichtnetz" wird natürlich auch der Betrieb mit einer 6-Volt (!) Autobatterie erläutert. Und am Ende der Anleitung nennt das Versandhaus als Ansprechpartner die Abteilung Kundenpflege Funk, nach heutigem Sprachgebrauch vermutlich das Competence Center Customer Care / Consumer Electronics :-)

Die Technik im Schnelldurchlauf: Herkömmliche Kathodenstrahlröhre mit 12,5 cm Diagonale (rund 10,5 cm sichtbar), Ablenkung 55°, Abmessungen: 28 * 10 * 22,5 cm. Der FK100R verbraucht bei Batteriespeisung im TV-Modus etwa 5 Watt und wiegt mit 9 Monozellen rund 3,8 kg. Made in Japan.

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P.S. Vielen Dank an Matthias Witte aus Göttingen für die freundliche Überlassung des Gerätes und an Herrn Uwe Zinßer aus Karlsruhe für die Katalogseite.


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Ein "unsichtbares" Detail macht den Unterschied: Dieser ISP / ORION TVR-7120 erinnert schon verdächtig an den weiter oben vorgestellten Nordmende TR 101. Während jedoch letzterer in Westeuropa, Großbritannien und Frankreich verwendet werden kann, ist der ORION gewissermaßen die "Weltversion" für Westeuropa, Großbritannien und USA/Japan. Geringfügige Abweichungen gibt's darüber hinaus beim Radioteil: Statt Langwelle steht beim TVR-7120 Kurzwelle auf dem Programm. Die sonstigen Eigenschaften sind mehr oder minder gleich: 50 mm Bilddiagonale, optionale Vergrößerungslupe, Ladeeinrichtung für einen 6-Volt Spezialakku, sowie eine normale IEC-Antennenbuchse.

Nach meinen Unterlagen kostete das Gerät in Deutschland damals 399,- DM. Im Collector's Guide to Vintage Televisions taucht der ORION als Emerson VR22 und als TMK 717 auf, als Unisonic XL-990 (Baujahr 1979), als Realistic 16-103 und als Broksonic CIRT-2097T wurde er andernorts auch schon gesichtet. Teilweise sind diese Doppelgänger jedoch nur für die US-Empfangsnorm konzipiert und verwenden simple Schraubkontakte zum Anschluss einer externen Antenne (statt der hierzulande üblichen IEC-Buchse). Mit 6 Mignon-Akkus wiegen die Modelle jeweils rund 1.150 Gramm und verbrauchen 3,5 Watt.

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Nicht nur vom SONY FD-40 gab es eineiige Zwillinge, auch der SONY Watchman FD-20 segelte hin und wieder unter falscher Flagge. In diesem Fall heißt das Gerät Magnavox Escort 2 (BF3900BK1) und unterscheidet sich sichtbar nur in der Farbgebung von der Vorlage. Hergestellt im August 1985 - rund ein Jahr, nachdem Philips das Unternehmen (bzw. den Namen) Magnavox übernommen hatte. Der Einfachheit halber muss der Escort 2 praktisch ohne nennenswerte Extras auskommen: Eine Antennenbuchse sucht man ebenso vergeblich, wie einen A/V-Eingang. Dieser getarnte Watchman kostet Ende 1986 rund 130$, verbraucht 2,1 Watt und wiegt mit 4 Mignon-Akkus etwas mehr als 490 Gramm. Made in Japan.

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Update: 05.02.2012

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