Wir
haben jetzt dieses DVB-T(2) und mein schöner alter Minifernseher empfängt nichts mehr. Was kann ich
tun?
Dagegen ist leider kein Kraut gewachsen, in digitalisierten Gegenden empfangen "analoge" Taschenfernseher keinerlei Programm mehr. Es bleibt also nur, das Gerät an jemanden zu verkaufen, der noch analoge Fernsehausstrahlungen empfängt oder das Gerät für andere Zwecke gebrauchen kann, z.B. als Überwachungsmonitor. Mir ist kein (Mini-)Fernseher bekannt, der von "analog" auf "digital" oder von DVB-T auf DVB-T2 HD umgerüstet werden könnte. Und ein externer Digitaltuner, der klein genug und netzunabhängig nutzbar ist, wird meines Wissens nach bislang auch noch nicht angeboten.
Welche Programme empfange
ich mit einem Taschenfernseher?
Das hängt ganz entscheidend vom Standort ab: Die "Digitalisierung" Deutschlands und Österreichs ist gerade in der zweiten Generation angekommen, sprich, DVB-T2. Herkömmliche Taschenfernseher ohne Digitaltuner können diese digitalen Signale nicht darstellen - kein Bild, kein Ton. Falls Sie jedoch bereits ein Minifernsehgerät mit Digitaltuner besitzen, können Sie z.B. hier nachlesen, welche Programme an Ihrem Standort empfangbar sind.
Wo kann ich einen neuen
Taschenfernseher kaufen?
Taschenfernseher für den analogen TV-Empfang gibt's - da zumindest in Mitteleuropa kaum mehr sinnvoll nutzbar - nur noch über Online-Auktionshäuser. Geräte mit Digitaltuner der ersten Generation (DVB-T) waren lediglich zwischen 2006 und ca. 2015 in großen Elektromärkten und im Versandhandel erhältlich. Zeitgemäße Modelle mit DVB-T2 Digitaltuner sind heute auf vielen internationalen Verkaufsplattformen verfügbar. Allerdings muss man sehr feinsinnig darauf achten, dass DTB-T2 auf Basis des Standards HEVC/H.265 (nicht nur H.264) unterstützt wird - sonst bleibt das Display in Deutschland finster.
Und wo kann ich meinen
Taschenfernseher verkaufen?
Am besten schauen Sie gleich nach, ob das Gerät in dieser Sammlung schon vertreten ist. Wenn nicht, einfach ein Mail schicken - ein faires Angebot folgt postwendend.
Wann ist ein Fernseher überhaupt ein Taschenfernseher?
Taschenfernseher im Sinne dieser Sammlung sind alle batteriebetriebenen Fernsehgeräte mit einer Bilddiagonale von bis zu 10 cm. Grundsätzlich werden zwei Bauarten unterschieden: Geräte mit herkömmlicher oder "flacher" Bildröhre (z.B. der Panasonic TR-1030 oder der SONY FD-10) und Modelle mit Flüssigkristalldisplay (z.B. der CITIZEN 06TA oder der CASIO TV-100). Die Geräte dieser Sammlung sind in vier Kategorien eingeteilt: LCD-Modelle der ersten Generation (bis 1986), Fernseher mit Bildröhre, Farbgeräte mit passivem LC-Display ab 1987 und "High-End" Modelle mit Aktivmatrix-Display.
Seit wann gibt
es Taschenfernseher?
Der erste funktionsfähige Prototyp dürfte
Tiny Tim TV von Motorola gewesen sein, er wurde 1966
in Chicago vorgestellt. Anfang der 70er Jahre wurde der Panasonic
TR-001 präsentiert, er gilt als der weltweit erste
"Mini-Fernseher" aus Serienproduktion. Vermutlich war es kein besonders erfolgreicher
Auftakt, denn die nächsten Produkte in dieser Kategorie erschienen erst einige
Jahre später. Während Sir Clive Sinclair im Januar 1977 den Microvision MTV1
präsentierte, stammt
der erste Fernseher im Taschenformat mit Flachbildröhre von SONY: Der
FD-210
kam 1982 auf den Markt. Allerdings war dieser erste "Watchman" ebenfalls nicht
gerade ein handlicher Winzling. Der Begriff Flachbildröhre beschreibt in
diesem Zusammenhang übrigens keine Röhre mit flacher (planer) Oberfläche, wie
sie bis etwa 2005 bei Fernsehern oder Computermonitoren üblich war, sondern eine
Bildröhre in besonders flacher Ausführung. Zur Internationalen Funkausstellung 1977 in
Berlin präsentierte Hitachi erstmals ein (unförmiges) Labormuster eines Fernsehers
mit LC-Display. Das erste tragbare Seriengerät mit
Flüssigkristallbildschirm war der
TV-10 von CASIO
(Juni 1983), das erste Modell mit LC-Farbbildschirm war der
im August 1984
erschienene ET-10 von
EPSON.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden sie auf diesen Seiten in der Rubrik
Geschichte.
Was ist der Unterschied
zwischen einem LCD und einem TFT?
LCD steht für ‘Liquid Crystal Display’ und umfasst als Oberbegriff alle Bildschirme, die auf Flüssigkristallen beruhen. Darunter unterscheidet man die Varianten TFT (Thin Film Transistor, aktive Ansteuerung, d.h. bessere Bildqualität) und das einfachere [D]STN ([Dual] Scan Twisted Nematic, passive Ansteuerung). In den Rubriken LCD-Steinzeit und Bunt & Billig finden Sie Geräte mit passivem LCD, Modelle mit TFT-Display werden in der Kategorie High-End vorgestellt.
Funktioniert
ein Taschenfernseher auch im Auto während der Fahrt?
Leider nur mit hohem Aufwand - eine einigermaßen brauchbare Lösung dieses Problems ermöglichen spezielle Tuner, die mit Hilfe mehrerer Antennen und einer entsprechenden Auswerteschaltung ("Diversity") diese Schwankungen ausgleichen können. Eine spürbare Verbesserung hinsichtlich des mobilen TV-Empfangs brachte DVB-T bzw. DVB-T2 HD, das digitale terrestrische Fernsehen. Ohne leistungsfähige Außenantenne(n) hilft auch DVB-T nichts, insbesondere die metallbedampften Sonnenschutzgläser aktueller PKWs schirmen auch noch das letzte Restchen TV-Signal ab - egal ob analog oder digital.
Welches ist der kleinste
Taschenfernseher?
Die "SEIKO TV-Watch" (1982) ist eine Armbanduhr mit Grafik-Display - allerdings ist der passende Empfänger in einem externen Gehäuse im Walkman-Format untergebracht. Seit Mai 2004 gibt es einen (fast) kompletten Fernseher im Gehäuse einer ziemlich wuchtigen Armbanduhr, den NHJ VTV-101 - es fehlt lediglich ein Lautsprecher. Im Segment der klassischen Taschenfernseher gehören die CASIO Modelle TV-21, TV-70, TV-200 und CV-1 (Shakai no Mado - Window to the Public, Juni 1992) zwar zu den kleinsten, bisher in nennenswerten Stückzahlen verkauften Taschenfernsehern, aber sie sind ebenfalls nicht vollwertig: Die Geräte besitzen keinen eingebauten Lautsprecher, stattdessen ist ein Ohrhörer erforderlich. Nur eine Spur größer ist der CITIZEN 06TA - schwarzweiß, aber inklusive Lautsprecher. Zu den kleinsten (vollwertigen) Farbfernsehern gehören der CASIO TV-7 (73 * 110 * 25 mm) und der LEADSTAR LD-777 (62 * 75 * 15 mm). Der kleinste Schwarzweißfernseher mit konventioneller Bildröhre dürfte der Panasonic TR-1030 sein, der kleinste Fernseher mit Farbbildröhre ist und bleibt mit Sicherheit der Panasonic CT-101 alias National TR-101CT ("Color-Solo"). Auf Platz zwei dieser Kategorie liegt vermutlich der sehr seltene SANYO 30CTV1 aus dem Jahr 1985 mit seiner einzigartigen 3 Zoll Farb-Flachbildröhre.
Seit
wann sammeln Sie Taschenfernseher?
Meinen ersten Taschenfernseher habe ich 1987 erstanden, es war ein CITIZEN 06TA. Der Aufbau der Sammlung und dieser Internetseiten begann Anfang 1997, die Startseite sah damals übrigens so aus (zur vollständigen "historischen" Website von 1998 führt dieser Link, zur etwas bunteren Version von 2001 jener Link). Seit Juni 1999 sind die Seiten unter www.taschenfernseher.de erreichbar. Weitere Informationen zur Sammlung finden Sie hier.
Wie kann ich die Bewertungen
der Geräte auf Ihren Seiten deuten?
Alle
Modelle der Sammlung erhalten eine Bewertungen zur Gebrauchstüchtigkeit und zum
Sammlerwert. Dabei werden pro Kategorie zwischen
und
Punkte vergeben.
Der Gebrauchswert beschreibt ziemlich subjektiv, wie groß die
Wahrscheinlichkeit ist, dass man mit dem Gerät tatsächlich fernsieht (bzw. wie
groß die Wahrscheinlich war, als es noch analogen Empfang gab).
Eine
hohe Punktzahl hat hier beispielsweise der CASIO
EV-510 erhalten, da er ein gutes Display und einen leistungsfähigen Tuner besitzt, aber trotzdem mit nur 260
Gramm "ultraportabel" ist. Viele Sammlerpunkte gibt's für Geräte die
entweder ziemlich selten sind (z.B. der SANYEI TRIDENT
P-1010) oder aus historischen Gründen einfach zu einer solchen Sammlung
gehören (z.B. der erste LCD-Taschenfernseher CASIO
TV-10). Null Sammlerpunkte gibt's für Modelle, die noch regelmäßig für kleines Geld auf eBay auftauchen und/oder keine Aussicht haben, in den nächsten Jahren interessant zu werden.
Gehören die Geräte im Bildarchiv auch zu Ihrer Sammlung?
Leider nur ein relativ kleiner Teil: Ist die Bildunterschrift weiß auf dunkelgrau , ist mir schon einer ins Netz gegangen. Ist sie dagegen schwarz auf hellgrau , besitze ich ein solches Modell nicht - und bin möglicherweise an einem Ankauf interessiert.
Gibt es Taschenfernseher mit
Videotext?
Zumindest in der Klasse der Geräte bis 4 Zoll (und analogem
Empfangsteil) ist mir kein Modell bekannt und ich kann es mir absolut nicht
vorstellen, dass es eines geben könnte. Erstens erfordert die lesbare
Darstellung der Videotextseiten eigentlich eine höhere Auflösung, als bei
Taschenfernseherdisplays üblich.
Zweitens benötigt Videotext zum sinnvollen Einsatz eine geeignete (numerische)
Eingabemöglichkeit. Und drittens klappt beim analogen TV die Dekodierung des
Videotextes (aus der vertikalen Austastlücke des Fernsehbildes) nur unter optimalen
Empfangsbedingungen - und wann hat man die bei Taschenfernsehern schon?
Bei Geräten mit DVB-T Tuner sieht die Sache schon viel
versprechender aus, da hier gelegentlich etwas höher aufgelöste Displays zum Einsatz
kommen und meist eine kleine Infrarotfernbedienung mit Zifferntasten
mitgeliefert wird. So war bereits der erste portable LCD-Fernseher mit DVB-T
Empfangsteil, der TechniSat DigiPal LCD,
Videotext-tauglich. Beim 3,5-Zoll Modell Yung Fu
PDT-903 sieht der Videotext beispielsweise so
aus.
Wie
kann ich einen Taschenfernseher an eine Außenantenne, einen Sat-Receiver oder
einen DVD-Player
anschließen?
Oft gefragt und gar nicht so schwierig - die Antworten habe ich unter Tipps und Tricks zusammengefasst.
Wie
lange läuft ein Taschenfernseher mit Batterien bzw. Akku?
Entscheidend sind die Leistungsaufnahme des jeweiligen Gerätes und der eingesetzte Batterietyp. Eine Beispielrechnung finden Sie auf der Seite Stromversorgung unter Energieverbrauch und Nutzungsdauer. Ganz grob über'n Daumen gepeilt: Mit 2 bis 3 Stunden kann man beim Einsatz von NiMH-Akkus üblicherweise rechnen. DVB-T/T2 Modelle mit integriertem Li-Ion Akku erreichen in der Regel ebenfalls eine Spielzeit zwischen 2 und 3 Stunden.
Ich
bekomme das Originalnetzteil für meinen Taschenfernseher nirgends!
Ausführliche Informationen zu diesem Thema gibt's auf diesen Seiten unter dem Stichwort Stromversorgung. Dort werden unter anderem konkrete Tipps zur Auswahl geeigneter Universal-Netzteile gegeben, sowie die verschiedenen Batterie- und Akkutypen näher beleuchtet.
Ich suche das Gerät XYZ auf
Ihren Seiten, finde es aber nicht!
Eine sortierte Liste aller besprochenen Geräte finden Sie unter Modellübersicht, möglicherweise versteckt sich das gesuchte Gerät aber auch in der Tabelle baugleicher Geräte. Falls Sie noch immer nicht fündig geworden sind, schreiben Sie mir doch einfach ein Mail, vielleicht findet sich ja etwas in meinem Archiv.